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Agilität
Agil werden? Och nöö. 13 Tipps wie Sie Agilität erfolgreich verhindern

Inhaltsverzeichnis

Agil werden? Och nöööö.

In diesem Artikel schauen wir uns das Thema agil werden mal von der anderen Seite an – der humorvollen…
Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Lesen!

Trend Agilität

Man kann dem Thema Agilität derzeit leider kaum ausweichen: Heutzutage soll jeder agil werden, Projekte agil managen und agil führen. Unternehmen sollen schnell reagieren können, innovativ sein und flache Hierarchien einführen. Und neben all den Tafeln mit bunten Zetteln tauchen plötzlich Kickertische, Tischtennisplatten, weiße Sneaker und orange Sitzsäcke im Unternehmen auf – wie im Jugendclub.
Das ist gerade total in. Aber mal ehrlich: man muss ja nicht jedem Trend hinterherlaufen. Wozu auch? – Nur weil ein paar windige Unternehmensberater mal wieder behaupten das Rad neu erfunden zu haben und das teuer verkaufen wollen? Nöö, da machen Sie nicht mit.
Diese vielbeschworene Agilität ist kein Grund sich aus dem Konzept bringen zu lassen. Damit brauchen Sie sich nicht beschäftigen; das ist was für Gerstengras trinkende Hipster. Das geht bald wieder vorbei. Sie haben schon so einiges kommen und gehen sehen.

Agiles Buero

Und außerdem – es läuft im Grunde doch alles richtig gut in Ihrem Unternehmen!

Ja, naja – ok….zugegeben: Die Mitarbeiter murren. Aber hey, wann haben sie das jemals nicht getan? Das ist kein Kriterium.
Ein Chef ist ein Chef und sollte sein Fähnchen nicht in den Wind hängen. Diesen agilen Kram mitmachen und in der Firma alles umstrukturieren?? Nein danke! Sie haben schließlich zu arbeiten und keine Zeit für Spielerei:
Die Kundenwünsche ändern sich ständig, es wird schwieriger konkurrenzfähig zu bleiben und neue Mitarbeiter sind kaum zu finden. Das sind echte Probleme und da hilft auch kein Tischtennis. Und das Allerwichtigste: Das Unternehmen muss schliesslich Geld verdienen!

Agil nein danke!

Und damit Ihnen dieses agile Getue dabei nicht in die Quere kommt, unterbinden Sie am besten alles, was in Richtung Agilität an den Start gebracht wird. Wie wir in den letzten Jahren beobachten durften, gibt es viele Tricks, wie es Unternehmen gelingt nicht agil zu werden. Und das ist nicht mal besonders schwer.
Wir zeigen Ihnen hier wie Sie Agilität im Keim ersticken.

 

Unflexibel statt agil

 

Muss wirklich jeder agil werden?

In manchen Unternehmen scheint Agilität der „heilige Gral“ zu sein. Man fühlt sich schon uncool, wenn man nicht bunte Zettel klebt oder in Scrum arbeitet. Aber muss das wirklich sein? Passen agile Methoden auf jede Tätigkeit? Ob Agilität wirklich immer Sinn macht, erfahren Sie in unserem Video von Susanne.

Tipp 1. Stabilität statt Veränderungen und Flexibilität

Agilität bedeutet ein hohes Maß an Flexibilität. Agile Unternehmen können schnell auf Veränderungen reagieren und sich auf Kundenwünsche einstellen. Deshalb:

Bleiben Sie unflexibel!

Behalten Sie Ihren Kurs bei; komme was da wolle!
Machen Sie letztlich alles so wie gehabt und lassen Sie sich nicht reinreden! Der Chef sind ja schließlich Sie.
– Außerdem haben Sie das ja immer schon so gemacht, was soll denn da jetzt plötzlich falsch dran sein?
Und richten Sie sich bloß nicht nach anderen: Entscheiden Sie selbst, was der Kunde braucht!

Lassen Sie sich nicht auf Veränderungswünsche ein!

Entwickeln Sie einen Plan, den Ihre Mitarbeiter auszuführen haben. Sie stellen die Regeln auf. Und basta. Keine Diskussion. Wenn jeder mitreden würde und gemeinsam Lösungen gesucht würden, dann hätten Sie Chaos im Unternehmen. Dann entstünden Eigendynamiken und Veränderungen, die Sie nur schwer bremsen könnten.
Neue Regeln, Prozesse, Organisationsformen? Kommt nicht in Frage! Bestehen Sie auf der Einhaltung bestehender Regeln und Prozesse, denn man muss sich doch auf etwas verlassen können.

Lehnen Sie Neuerungen grundsätzlich ab!

Schon wieder ein neues Programm? Und dann noch diese ganzen Modewörter. Das muss doch nicht sein. Früher lief es auch – und zwar viel besser. Die meisten Themen rund um dieses „Agil“ sind sowieso nur alter Wein in neuen Schläuchen. Co-Creation? Wir haben schon immer mit unserem Kunden gesprochen! Iteration? Wir haben schon immer gegengesteuert, wenn etwas schief ging. Und der Kunde schätzt es doch, wenn er weiß, worauf er sich bei Ihnen verlassen kann.

Vereiteln Sie alles, was mit agil zu tun hat!

Das versteht sich von selbst, nicht wahr? Also: keine Artikel, Beratungen oder gar Workshops! Nicht auszudenken, dass das jemandem im Unternehmen Spaß daran finden könnte! Wenn Sie das Thema möglichst von Ihren Mitarbeiter fern halten, dann kommen sie auch gar nicht erst auf dumme Gedanken.

 

Mikromanagement

 

Tipp 2. Mikromanagement statt Visionen

In agilen Unternehmen pflegt man eine ganzheitliche Betrachtungsweise: es wird eine grobe Richtung vorgegeben und den Weg in diese Richtung gestalten die Mitarbeiter.
Moment mal – die Mitarbeiter?  – Das wäre ja noch schöner! Woher sollen Ihre Mitarbeiter denn wissen, was genau zu tun ist? Dazu braucht es einen schlauen Kopf – so wie den Ihren. Sie sind ja nicht umsonst Chef – und die anderen nicht. Denen muss man schon genau sagen, was sie zu tun haben. Und wer Visionen hat, soll zum Arzt gehen. Also:

Reglementieren Sie jedes Detail!

Schliesslich sollen Ihre Mitarbeiter alles exakt so machen, wie Sie das vorgeben. Sonst wird das ja eh nix. Mikromanagement ist genau das richtige Mittel, um Agilität zu verhindern: Sie vermeiden so, dass die Lösungsvorschläge, die Ihre Mitarbeiter einbringen, zu starken Abweichungen führt und jeder macht, was er will. Stabilität und Verlässlichkeit kann man nur mit umfangreichen Regeln sicher stellen.

Verwenden Sie so viele Vorschriften wie möglich!

Grundsätzlich: Je detaillierter Ihre Vorgaben desto besser! Denn je engmaschiger Ihr Netz aus Regeln, Vorschriften, Zertifizierungen und Normen ist, desto mehr sind Ihre Mitarbeiter damit beschäftigt, diese zu befolgen. Sie müssen sich bei jeder Handlung rückversichern, ob diese regelkonform ist. So lassen Sie keinen Raum für selbstständiges Denken. Gut so, denn das wäre die Grundlage für Agilität.
Stiften Sie dazu noch ein bißchen Verwirrung:

Ordnen Sie gelegentlich an, dass Ihre Mitarbeiter tageweise komplett frei arbeiten sollen!

– Am besten mit dem Hinweis sie sollen heute mal agil arbeiten. Beenden Sie den Tag mit einem „Seht Ihr, ohne straffe Führung kriegt Ihr das nicht auf die Reihe.“ Damit schlagen Sie zwei Fliegen mit einer Klappe: Sie sägen am Selbstbewusstsein Ihrer Mitarbeiter und sorgen dafür, ihnen den Begrifff agil von vornherein madig zu machen.

 

Kontrolle Und Traceability

 

Tipp 3. Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser.

Prüfen Sie, ob Ihren Anweisungen auch exakt Folge geleistet wird!

Es kann ja nicht angehen, dass jeder macht, was er will. Sie wissen ja – ist die Katze aus dem Haus, dann tanzen die Mäuse auf dem Tisch. Deshalb:

Sorgen Sie für Tracebility!

Was das ist? Traceability ist eine Möglichkeit, die es Ihnen erlaubt genau zurückzuverfolgen, wer zu einem Ergebnis was beigesteuert hat. Wenn dann was schief läuft, ist es wichtig, dass Sie den schuldigen Mitarbeiter zur Verantwortung ziehen. Traceability sorgt so nicht nur für einen deutlich höheren bürokratischen Aufwand; Ihre Mitarbeiter werden es sich in Zukunft dreimal überlegen, was sie sagen oder tun. Das macht Ihr Unternehmen wunderbar träge – das Gegenteil von agil.

 

Entscheidungen

 

Tipp 4. Entscheidungen

In agilen Unternehmen haben Mitarbeiter deutlich mehr Entscheidungsverantwortung. Nicht so bei Ihnen: Entscheidungen sind grundsätzlich Führungssache. Letztlich sollte am besten alles von den höheren Führungsebenen abgesegnet werden. Wer weiß, was sonst passiert?!
Besonders Budgets sollten Sie genaustens reglementieren: Ab 100,- € sollten mindestens zwei Führungsebenen um Erlaubnis gefragt werden und zwar schriftlich. Lassen Sie sich das bloß alles gegenzeichnen.

Drücken Sie Ihre Entscheidungen durch!

Wozu alle Faktoren im Team besprechen? Das gibt nur Unruhe.
Sorgen Sie dafür, dass Kritiker ordentlich eins auf den Deckel bekommen. Am besten kreieren Sie in Meetings eine Atmosphäre bei der sich keiner traut, etwas zu sagen. So erreichen Sie, dass bald niemand mehr Lust hat sich und seine Ideen einzubringen. Agil ade!

Lassen Sie sich Zeit!

Sie wissen ja: Entscheidungen sollten durch möglichst viele Hierarchieebenen nach oben getragen werden. Agile Unternehmen reagieren schnell auf Kundenwünsche. Das wollen Sie nicht. Also lassen Sie Mitarbeiter und Kunden ruhig mal ein wenig zappeln.

 

Feedback

 

Tipp 5. Feedback

Vermeiden Sie Führungsfeedback!

Feedback? Ja klar, das geben Sie einmal im Jahr, wenn Sie Ihrem Mitarbeiter im Gespräch erklären, dass er im nächsten Jahr mal ein bißchen mehr Gas geben muss.
Sie selbst brauchen sich sowas nicht anzuhören. Wenn das erstmal einreißt… Wer weiß, womöglich müssen Sie dann noch über Ihre Vorgaben diskutieren und werden in Frage gestellt. Eine starke Führung duldet keinen Widerspruch. Das haben Sie schon damals beim Wehrdienst gelernt.

Sagen Sie Ihren Mitarbeitern, was nicht rund läuft. Am besten laut und deutlich, wenn möglichst viele zuhören.

Dann ist der Lerneffekt am größten: Alle wissen, dass sie besser keine Fehler machen, weil sie sonst öffentlich verrissen werden.

 

Fehler

 

Tipp 6. Fehler und Mißerfolge

Ein wichtiger Grundsatz: Fehler darf es nicht geben!

Fehler sind ein klares Zeichen von Inkompetenz. Oder dafür, dass man den von Ihnen vorgegebenen Prozess nicht akribisch befolgt hat. Nein, nein, nein – für Fehler ist kein Platz. Das muss man den Leuten klar machen. Dann wissen die Mitarbeiter auch, dass sie sich mal endlich ein bißchen konzentrieren sollten.

Prangern Sie Fehler an!

Agilität heißt ausprobieren. Und ausprobieren heißt, dass nicht alles sofort klappt. Wenn Sie also verhindern wollen, dass Ihre Mitarbeiter herumexperimentieren und nach neuen Lösungen suchen, dann finden Sie sofort den Schuldigen, wenn einmal etwas nicht gelungen ist. Idealerweise so, dass alle das auch mitbekommen. Und nicht nur das –

Sanktionieren Sie jeden Fehltritt!

Am besten indem Sie gleich ein Exempel statuieren: feuern Sie den Schuldigen. So gehen Sie sicher, dass Ihre Mitarbeiter sich zweimal überlegen, was sie sagen oder tun…  Und dass sie im Zweifelsfall lieber nichts tun.
Sie wissen ja – Stillstand ist das Gegenteil von Agilität.

 

Kommunikation

 

Tipp 7. Kommunikation

Kontrollieren Sie die Kommunikation im Unternehmen!

Kommunikation sollte von oben nach unten laufen. Wenn es sein muss, dann auch mal in die umgekehrte Richtung. Aber bitte nicht kreuz und quer! Wenn eine Abteilung mit der anderen kommunizieren möchte, dann sollten auf jeden Fall Führungskräfte zwischengeschaltet werden. Das gibt sonst nur Geklüngel.

Sparen Sie an Informationen!

In agilen Unternehmen herrscht Transparenz, damit alle sich die benötigten Informationen selbst besorgen können und sofort handlungsfähig sind. Das ist also nicht in Ihrem Interesse. Deshalb: Halten Sie Informationen unter Verschluss und streuen Sie bei Gelegenheit Gerüchte. Solche Informationspuzzle werden Ihre Mitarbeiter ordentlich auf Trab halten. Durch Ihre eigenen Fake-News zetteln Sie frustrierte Flur-Gespräche an und lassen Ihre Mitarbeiter eigene Theorien entwickeln, die ins Nichts führen. So vereiteln Sie agile Lösungsversuche.

 

Fuehrung

 

Tipp 8. Führung und Statussymbole

Halten Sie an Statussymbolen fest!

Das Büro mit Blick in den Park, das neueste Mercedes Cabrio, der Parkplatz direkt an der Eingangstür, die gut frisierte Sekretärin, die italienischen Espresso serviert – das haben Sie sich über Jahre hinweg verdient! Früher saßen hier andere und damals mussten Sie sich krumm machen. Jetzt sitzen Sie hier und die anderen sollen buckeln. So ist das eben. Und: so bleibt das auch!

Vermeiden Sie Augenhöhe!

Sie wissen wie der Hase läuft und da brauchen Sie sich auch nicht von irgendwelchen jungen Hüpfern reinreden zu lassen. Mal eine kurze Meinung ist o. k., aber nur wenn Sie danach gefragt haben. Ansonsten sollen Ihre Mitarbeiter Ihnen gegenüber bescheiden bleiben. Sie sagen was wie gemacht wird. Mitreden muss man sich verdienen durch jahrzehntelange Betriebszugehörigkeit und Erfolge. Wenn man dann langsam in der Hierarchie nach oben geklettert ist, darf man auch irgendwann Entscheidungen treffen.

Lassen Sie sich bloß nicht duzen!

Die jungen Leute heute haben schlechte Umgangsformen: Sie duzen jeden, mischen sich überall ein und glauben tatsächlich, sie könnten sich ohne Krawatten blicken lassen. Und dann noch lautes Gelächter und dieses permanente Handygetippe. So geht das nicht, Ihr Unternehmen ist kein Kindergeburtstag. Ihr Unternehmen ist seriös, da braucht es Respekt, Hierarchien und Förmlichkeit. Und da es sich leichter „Du A…!“ statt „Sie A…!“ sagt, bleibt man besser beim Sie, dann reißt so eine respektlose Sprache gar nicht erst ein.

 

Konkurrenz

 

Tipp 9. Konkurrenz

Agiles Arbeiten basiert auf Teamwork: Je diverser ein Team und je besser die Kommunikation, desto eher lässt sich agil arbeiten.
Das heißt für Sie:

Loben und belohnen Sie niemals das ganze Team, sondern immer nur den Besten!

Machen Sie klar, dass jeder für sich kämpft und der Zweite nur der erste Verlierer ist. Veröffentlichen Sie Ranglisten Ihrer Mitarbeiter und zeigen Sie so, wer Gewinner und wer Verlierer ist. So fördern Sie Neid und Einzelkämpfertum und legen Teamwork lahm.

Sorgen Sie für Wettstreit und Konkurrenz unter Ihren Mitarbeitern!

Es ist gar nicht so schlecht, wenn ein bisschen Konkurrenz im Unternehmen herrscht: da weiß jeder, dass er sich anstrengen muss, wenn er den Bonus oder die Beförderung haben will. Und er behält relevante Informationen für sich, damit er allein das Rennen gewinnt. Das hilft auch, dass sich die Mitarbeiter nicht untereinander gegen Sie verbrüdern, denn ihre Kollegen sind ihre größten Feinde. Ein bisschen schlechtes Betriebsklima kann nicht schaden, die Leute sind zum Arbeiten da, nicht zum Spaß haben.

 

Arbeitsplatz

 

Tipp 10. Arbeitsplatz

Trennen Sie Ihre Mitarbeiter räumlich!

Sie wissen ja: Teamwork ist die Grundlage von Agilität. Deshalb gilt es diese konsequent zu verhindern. Eine Möglichkeit:
Lassen Sie Ihre Mitarbeiter möglichst weit auseinander arbeiten: in getrennten Räumen und wenn es geht, dann sogar an verschiedeneren Orten. Jeder wird erst einmal an seinem eigenen Strumpf stricken, statt sich mit den Kollegen auszutauschen.

Verhindern Sie informelle Treffen!

Auf dem Flur wird viel geredet oder in Kaffeeküchen. Achten Sie also darauf, dass es nirgends wirklich einladend ist. Und beschränken Sie den Zugang zu Räumen, die für spontane Meetings geeignet wären, zum Beispiel mit elektronischen Schlüsselkarten.

 

Verantwortungsbereiche

 

Tipp 11. Teile und herrsche

Hier noch ein paar hilfreiche Tipps, wie Sie Zusammenarbeit verhindern:

Minimieren Sie Verantwortungsbereiche!

Sorgen Sie dafür, dass jeder Ihrer Mitarbeiter genau weiß, was seine Zuständigkeit ist und was nicht. Idealerweise reduzieren Sie den Verantwortungsbereich eines Mitarbeiters auf eine einzige Tätigkeit. Der Rest geht ihn nichts an.
Und halten Sie es mit Teams und Abteilungen genauso: Klare Trennung. Jede Abteilung arbeitet an ihrer eigenen Aufgabe.

Fördern Sie Silodenken!

Weder die Mitarbeiter, noch die Teams sollten sich untereinander aufgabenübergreifend über ihre Arbeit, Probleme, Ergebnisse austauschen. Vorsicht – das könnte agil werden! Da könnten Teamwork, Synergien und innovative Lösungen entstehen. Wir haben es oben schon einmal gesagt: Kommunikation sollte ausschließlich über die Führungskräfte erfolgen.

Vergeben Sie Zugriffsrechte!

Um die Kommunikation zwischen Abteilungen zu unterbinden, sollten Sie sicherstellen, dass die Abteilungen sich nicht gegenseitig in die Karten schauen können. Hilfreich sind hier Zugriffsrechte: wenn Ihre Mitarbeiter nicht miteinander kommunizieren und auch nicht auf die Prozesse und Ergebnisse anderer zugreifen können, dann verhindern Sie nicht nur Lerneffekte, sondern auch Kompetenz- und Abteilungsübergreifende Zusammenarbeit. Und damit verhindern Sie agiles Arbeiten: Denn viele Perspektiven und Ideen einzubringen ist eine wichtige Grundlage von Agilität.

 

Experte

 

Tipp 12. Expertentum

Kreieren Sie Bottlenecks!

Wie wir gerade besprochen haben, sollte jeder ausschließlich seiner Arbeitsaufgabe nachgehen und andere Tätigkeiten gefälligst unterlassen. Treiben Sie das auf die Spitze!
– Sie brauchen Experten: Mitarbeiter, die die einzigen sind, die bestimmte Aufgaben erledigen können. So sorgen Sie dafür, dass für die Experten Berge an unerledigter Arbeit entstehen und andere darauf warten müssen. Gute Bottlenecks stellen auch Führungskräfte dar, die so viele Entscheidungen treffen müssen, dass sie gar nicht dazu kommen. Dann warten Mitarbeiter ewig darauf, dass Dinge weiter gehen – umsonst!
Agil sein bedeutet schnell reagieren zu können – und das werden Sie so nachhaltig verhindern

Nutzen Sie Spezial-Tools!

Den Effekt können Sie noch durch den Einsatz spezieller Tools verstärken, die nur von ganz speziellen Experten bedient werden können. Am besten in jeder Abteilung ein eigenes Programm mit nur einem Experten. Da sind Rückstaus vorprogrammiert.
So wird das nichts mit agil. Garantiert!

 

Ueberforderung

 

Tipp 13. Überforderung

Halten Sie Ihre Mitarbeiter auf Trab!

Lassen Sie Ihre Mitarbeiter in so vielen Projekten wie möglich mitwirken. Dazu initiieren Sie an möglichst vielen Stellen Veränderungen. Halten Sie Informationen zurück und kommunizieren Sie nicht darüber. Sorgen Sie für Verwirrung. Keine Sorge: die von Ihnen initiierten Veränderungen werden nicht umgesetzt, denn Ihre Mitarbeiter werden wunderbar überfordert sein. Und das hat viele Vorteile: Ihre Mitarbeiter werden Veränderungen ablehnen – und niemand wird Zeit und Lust haben, sich mit einer agilen Transformation auseinanderzusetzen.

 

Fazit Agilität verhindern

 

Fazit: wie Sie Agilität verhindern

Eine agile Transformation bedeutet immer auch einen Wandel der Unternehmenskultur. Wenn Sie da auf der Bremse stehen, dann können Sie agile Tools wie Scrum anwenden – es wird dennoch nicht voran gehen.
Sie sehen, Sie können an allen Ecken und Enden mit den einfachsten Mitteln dafür sorgen, dass Ihr Unternehmen nicht agil wird.
Diese Tipps stammen aus unserer über 20-jährigen Erfahrung in der Arbeit mit Unternehmen. Wir haben nicht nur gesehen, wie Organisationen Agilität verhindern – wir durften vielen Unternehmen dabei helfen, diese Hindernisse abzubauen – und agil, also schlank, flexibel und schnell zu werden. Und damit deutlich engagiertere und glücklichere Mitarbeiter zu bekommen. Dabei helfen wir auch Ihnen gerne!
Also wenn Sie eines Tages doch noch Interesse an Agilität bekommen, dann wenden Sie sich an uns!

 

Weiterführende Lektüre zum Thema agil

Wir haben das Thema Agilität in unserem Blog bereits von vielen Seiten beleuchten dürfen – und weil es uns so fasziniert, werden wir das auch weiterhin tun. Hier können Sie sich das Basiswissen in kleinen Einheiten anlesen. Deshalb listen wir Ihnen hier einige relevante Blog Beiträge rund um das Thema Agile Führung / agile Leadership auf.
Und wenn Sie auch unsere kommenden Beiträge nicht verpassen wollen, dann abonnieren Sie unseren Blog!

 

Die Autorinnen

Kassandra Knebel
Susanne Grätsch
Berliner Team